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Quelle: Schwäbische Zeitung vom 16.12.2015
Europa benötigt Glaubwürdigkeit
Wolfgang Schneiderhan hält Vortrag
sz 16. Dezember 2015


Sigmaringen - Die Friedensmacht Europa muss sich ändern, fordert der ehemalige Generalinspekteur der Bundeswehr Wolfgang Schneiderhan. Bei einem Vortrag im Sparkassenforum "Hofgarten" auf Einladung der Gesellschaft für Sicherheitspolitik, des Bundeswehrverbandes, des Verbands der Reservisten, des Freundeskreises der ehemaligen 10. Panzerdivision und des Sozialverbandes VdK machte Schneiderhan deutlich, dass die bisher gültigen Kategorien für Sicherheitsordnungen den heutigen politischen, gesellschaftlichen und militärischen Herausforderungen nicht mehr gerecht werden. In seiner Beschreibung der Situation zeigte er auf, dass unterschiedliche Herausforderungen gleichzeitig und überraschend aufträten. Europa wähnte sich bisher weit weg von

Wolfgang Schneiderhan Foto: Privat
  den Krisengebieten im Nahen und Mittleren Osten und in Afrika, sähe sich jetzt aber einem Ring von Krisen im Süden, Südosten und im Osten gegenüber. Die innere Herausforderung bestehe darin, Sicherheit als Grundelement staatlicher Stabilität und gesellschaftlicher Freiheit wieder zu begreifen und sich der eigenen Werte bewusst zu werden. Dabei stehe Europa erst am Anfang der Antwortsuche. Das Verhältnis Europas zu Russland habe sich vollkommen verändert. Der russische Präsident Putin habe mit der völkerrechtswidrigen Annexion der Krim und dem militärischen Eingreifen in der Ost-ukraine das Ende der Entspannungsphase nach 1990 eingeleitet. Russlands Interesse an der Sicherung des Status quo und die damit verbundene Angst vor Veränderungen und übertriebene Reaktionen sowie sein Wille zur Rückkehr als Weltmacht habe für Europa eine neue Konfliktsituation geschaffen. Die unterhalb der Schwelle eines offenen Krieges ausgetragene Auseinandersetzung in der Ukraine fordere von Europa einen ganzheitlichen Lösungsansatz mit Übereinstimmung von politischem Willen und verfügbaren Mitteln, breite gesellschaftliche Akzeptanz und Willen zur Lösung im Dialog. Europa müsse zu seiner früheren Glaubwürdigkeit zurückkehren.


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Letzte Bearbeitung: 30.09.2016
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