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Kameradschaft  Heuberg Obere Donau
Ehemalige Soldaten, Reservisten, Hinterbliebene
 
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Besuch der „Ritter Sport“ Schokoladenwerke in Waldbuch
und der Universitätsstadt Tübingen am 12. Mai 2009

Der Vormittag unseres Ausfluges beeindruckte diesmal Leckermäuler, weiblich wie männlich, durch einen Besuch in der traditionsreichen, weltberühmten württembergischen Schokoladenherstellung, die durch einen geläufigen Werbespruch zum festen Begriff wurde.
Den gelösten Gesichtern konnte man beim Verlassen des Firmengeländes ansehen, wer von den Köstlichkeiten genascht hatte und wer nicht. Der Nachmittag gehörte dem Gemeinschaftserlebnis „Stadtführung“ in der schönen Universitätsstadt Tübingen, die im Herzen Baden-Württemberg am Neckar liegt.
In der Bahnhofsallee, unter den alten blühenden Kastanienbäumen hieß es dann:  bitte zuhören aber auch Fragen stellen.
Am Uhlanddenkmal vorbei, über den Indianersteg zur Platanenallee - mit Blick zum Neckar, Hölderlinturm, Ev. Stift, Burse und Stiftskirche - ging es nach überqueren der Neckarbrücke in die  Neckargasse zur Stiftskirche.
Die Stiftskirche wirkt auch noch heute als  mächtiger Bau im Kern der  Tübinger Altstadt. Graf Eberhard im Barte  hatte diese spätgotische Kirche von 1470 an erbauen lassen (Bauzeit bis 1493).
Die etwa  um 1495 gestaltete steinere Kanzel, mit Maria und Kirchenvätern verziert, stammt vielleicht vom Wiener Meister Pilgram und erinnert an die Kanzel im Wiener Stephansdom.
Nun ging unsere interessante Stadtführung weiter über den Holzmarkt mit seinen schönen Fachwerkbauten (im Haus Nr. 5 „Buchhandlung Heckenhauer“  erlernte Hermann Hesse von 1895 bis 1898 den Beruf des Buchhändlers) zum 1435 erbauten Rathaus, das 1508 von zwei auf drei Stockwerke erweitert wurde.  1511 baute der erste Tübinger Mathematik- und Astronomieprofessor Johannes Stöffler seine bekannte astronomische Uhr, wo neben der Stundenuhr das astronomische Ziffernblatt mit drei Zeigern (Sonne, Mond und Drachen) bis heute zuverlässig das Datum, der Mondphasen und Sonnen- und Mondfinsternisse anzeigt.
Über den Marktplatz und durch die Hirschgasse kamen wir zum kath. Wilhelm-Stift, zur Erinnerungstafel  Alois Alzheimer und immer an Fachwerkbauten vorbei, bis wir zum Schluss das alten Goldschmiedehaus Spölgen erreichten.
 Unsere Stadtführerin sagte hier mit etwas bewegter Stimme: „So angenehm und freudig hätten sie früher hier nicht gestanden, denn die Ammer, die hier vorbeifliest,  diente zugleich als Abwasserkanal für Handwerk und Wohnhäuser.“
Erleichtert, dass dies heute nicht mehr so ist, verabschiedeten wir uns und überreichten mit unserem Dankeschön ein Präsent.
Nach einem Besuch eines Café oder weiterem Bummel durch die Altstadt trafen wir uns wieder zur Stocherkahnfahrt auf dem Neckar beim Hölderlinturm und wie sollte es anders sein, wir hatte herrlichen Sonnenschein.
Mit drei Stocherkähnen stießen wir in See, wie man so schön sagt. Doch für eine Stocherkahnbesatzung war diese Fahrt manchmal etwas merkwürdig, doch trocken und gesund kamen alle wieder an der Anlegestelle an.
Ein in fröhlicher Runde gemeinschaftliches Abendessen rundete diesen Ausflug in gelungener Kameradschaftspflege ab.     

 
Stadtführung Gruppe 1
 
Gruppe 2 in der Bahnhofhalle

 
Blick zum Stiftskirchenturm
 
 
   
Uhlanddenkmal

 
Neckarblick mit Hölderlinturm
 
Neckarufer mit Hölderlinturm

 
Stiftskirche, Altar
 
 
   
Stiftskirche, Kanzel

Bericht : Oberstlt a.D. Johannes Barth,
StFw a.D. Erich Brand, StFw a.D. Norbert Wiefling

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Letzte Bearbeitung: 30.09.2016
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