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Kameradschaft  Heuberg Obere Donau
Ehemalige Soldaten, Reservisten, Hinterbliebene
 
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Besichtigung der Stadt Trochtelfingen

Der Ausflug der ERH „Heuberg Obere Donau“ Sigmaringen vom 11. März 08 führte uns nach TROCHTELFINGEN, einer leider wenig bekannten, dafür hochinteressanten und geschichtlich facettenreichen Kleinstadt auf der klimatisch recht rauhen Schwäbischen Alb.

Ein kenntnisreicher Bürger dieser Stadt führte uns mit Witz und Humor zu den zahlreichen Überresten, die die verschiedenen Epochen, die seine Stadt erlebte, eindrucksvoll belegten:  Wehrtürme, Stadtmauern, Zehentscheuer, Scharfrichterhaus, Badehaus, alte Mühlen etc. Unser Weg führte uns nicht nur vorbei an einem glasklaren und forellenreichen Bach, sondern auch zu einem „humoristischen“ Besuch in der Werkstatt von „Hofschmied Mecki“, einem stadtbekannten Original und hochbegabten Tüftler, dessen Einfallsreichtum und die praktische Anwendung dieser Ideen uns eine gehörige Portion Bewunderung und Respekt abverlangten. Ein Beispiel: wo in Deutschland gibt es eine aus einer alten mechanischen Nähmaschine konstruierte Rettichschneidemaschine, die auch noch „automatisch“ Salz aus einer Vorratsdose sowie Essig und Öl in genau eingehaltener Dosierung dem auf einem mechanischen Schlitten eingespannten Rettichstück beigib ?

Diese nordostwärtige Ecke des ehemaligen Fürstentums Hohenzollern-Sigmarigen – salopp auch „hohenzollerische Socke“ genannt  – durchlebte eine durchweg abwechslungsreiche Geschichte, die sich von ersten Besiedlungsresten aus der Steinzeit bis heute nachweisen lässt, wobei die Bevölkerung wohl einige Blütezeiten erleben durfte, meist aber bittere Notzeiten, Brände und Plünderungen durchzustehen hatte.

Solche Eindrücke rundeten diesen erlebnisreichen Tag ab, der bei einem zünftigen Essen in gemütlicher Runde ausklang.“


 

 

Bericht : OTL a.D. Johannes Barth
Bilder: StFw a.D. Norbert Wiefling

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Letzte Bearbeitung: 30.09.2016
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